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La Palma

Ok, diesmal ging es mit der Urlaubsplanung recht schnell… La Palma soll es sein. Beim Anblick der Straßenkarte und der darauf abgebildeten Höhenlinien fragten wir uns tatsächlich, ob wir es schaffen würden, auch nur paar Kilometer ins Landesinnere vorzudringen, ohne einen Asthma-Anfall oder durch die Serpentinen verursachte Kopfverdrehungen zu bekommen ;-)

Wir hatten viel Glück mit dem Wetter. Der Januar ist nicht gerade der heißeste Monat auf La Palma, doch wir hatten genug Sonne und Wärme, um den Urlaub bestens genießen zu können. Untergebracht waren wir in der „Hacienda St. Jorge“, ein einfach gehaltenes Feriendomizil mit einer traumhaften Gartenanlage. 

Unser Mietauto hatte tatsächlich ein Navigationsgerät, was wir als recht dienlich empfanden, jedoch mussten wir feststellen, dass das Kartenmaterial etwas… naja… seltsam war. Wir fragten uns des Öfteren, wie die Einheimischen es schaffen, eine Straße, deren Verlauf man von der Kuppe aus nicht sieht (wegen einer gefühlten 80° Neigung), befahren können. Manch eine Straße, in die wir vom Navi gelotst wurden, gab es einfach nicht…. Außer vielleicht einer dürftigen Leitplanke vor dem Abgrund ins NICHTS. Und manchmal meinte das Navi, uns an einen völlig anderen Ort zu beamen. Beim Gespräch mit der Reiseleitung erfuhren wir, dass es tatsächlich auf La Palma zu merkwürdigem Verhalten der GPS-Geräte kommt… wir hatten beschlossen, uns bei Einbruch der Dunkelheit auf sicheren Teilen der Insel aufzuhalten.

Allerdings waren wir sehr überrascht, dass die Straßen, auch wenn sehr kurvig, steil und eng, doch sehr gut ausgebaut sind und vor allem sehr gut sichtbar mit Seitenmarkierungen versehen.

 

Wir sahen Überreste von Hotels, die mal etwas zu nah am Wasser gebaut waren, ein paar seltsame Weihnachtsbäume J und andere Merkwürdigkeiten…

Wir wagten einen Aufstieg zum Roque de los muchachos…. Wir stiegen und stiegen…. immer weiter in die Höhe…. Oben angekommen, fix und fertig… ja, nach Überwindung von mind. 500 Höhenmetern zu Fuß, einen steilen Berg hinauf… durfte man schon etwas fertig sein….. Der Anblick von hier oben entschädigte für alles an Muskelkater der nächsten 3 Tage….. Doch ein Blick auf das GPS-Gerät brachte uns schnell auf den Boden der Tatsachen zurück – keine 100 Höhenmeter?

 

Wir stellten hiermit fest, dass wir verdammt viel üben müssen.

Unseren nächsten Ausflug gingen wir etwas „flacher“ an…. caldera de taburiente stand auf dem Plan. Auch dieser Teil der Insel hat unsere Erwartungen übertroffen und unsere Fitness ganz schön auf die Probe gestellt. 

Die größte Faszination auf der Insel waren für uns die Passatwolken, die über die Insel ziehen und sich dort verfangen. Ein irres Gefühl über den Wolken zu stehen und auf die landenden Flugzeuge herabzuschauen.

Hier noch einige Insel-Impressionen… La Isla Bonita hat auf jeden Fall diesen Namen verdient. Ein perfekter Urlaubsort für alle, die die Natur lieben, gerne wandern, klettern…. und NICHT feiern gehen wollen… auf jeden Fall mehr als sehenswert!!!